Bei einer Reisezeit von 20 Stunden und einem Stopover im Muskat von 6 Stunden bleibt genügend Zeit, um ein wenig von unserem Vorhaben zu berichten und unseren ersten Blog/Newsletter zu versenden.

Direkt zum Bright Horizon Children´s Home

Nach unserer Ankunft in Kathmandu wollen wir direkt in das Bright Horizon Childrens Home fahren. Wir hoffen, dass am Zoll alles ohne Probleme durchgeht. Wir haben einiges an Papieren vorbereitet. Damit sollte alles glatt laufen. Theresa kommt aus Lubiljana über Istanbul und wird zwei Stunden nach uns eintreffen. Genug Zeit, um alle Formalitäten zu erledigen und Handy-Karte zu kaufen.

In der Schule werden wir gleich mit dem Einrichten unseres “Optikstudio” beginnen. Da wir über 200 Kinder messen möchten, wollen wir sehr effizient aber gründlich vorgehen. Es sind vier Stationen geplant, die die Kinder durchlaufen müssen. Am Freitag beginnen wir dann mit den Messungen.

Der Montag ist dann für die Anfertigung der Brillen geplant. Das werden wir bei einem örtlichen Augenoptiker machen. Ich bin sehr gespannt. Diesen Kontakt hat die Schule hergestellt.

Warum fertigen wir die Brillen nicht selbst an?

Wir wurden von ganz vielen Menschen gefragt, ob wir nicht auch Brillen mitnehmen wollen. Es ist unsere Ziel, die örtlich Wirtschaft zu unterstützen und auch für die Zukunft den Kontakt zwischen Schule, den Ophthalmologen und dem Augenoptiker zu sichern. Wir finden es gut, wenn in Kathmandu die Anfertigung der Brille stattfindet. Das sichert ein klein wenig die Arbeitsplätze und unsere Hoffnung ist, dass wir auch hier ein wenig zum Wissenstransfer beitragen können. Mal schauen, was da entsteht. Das ist eine sehr spannende Sache.

Dann haben wir den größten Teil unserer Aufgabe erledigt und wollen ein paar Tage in die Berge gehen. Es ist eine Trekking-Tour im Langtang geplant. Asu wird in dieser Zeit ihre Familie besuchen, die sie durch ihr Studium in Deutschland sehr lange nicht gesehen hat. Ein Heimflug, so wie es für unsere Studenten normal ist, ist für eine nepalesische Studentin in Deutschland einfach nicht zu realisieren. Umso schöner, dass Asu dank unserer Aktion auch ihre Familie wieder einmal sehen wird.

Nach unserer Rückkehr werden wir dann nochmals an der Schule sein, um die Brillen in Empfang zu nehmen. Wir wollen die Brillen dann noch perfekt anpassen. Das Vermessen der Augen wird sicherlich einiges an Zeit in Anspruch nehmen aber wir wollen natürlich auch Zeit mit den Kindern und den Lehrern verbringen und hören, was es alles neues an der Schule gibt, wie es den Kindern geht und was Kinder und Lehrer so bewegt. Der Gedanke, die ganzen Kinder und Lehrer wiederzutreffen, die wir in den Vorjahren kennengelernt haben, freut uns doch sehr und wir sind jetzt schon voller Vorfreude auf das Wiedersehen.

Jetzt vertreiben wir uns die Zeit im Flughafen von Muscat. Ein Gegensatz zu den Verhältnissen in Kathmandu, wie er größer nicht sein könnte.