Am 14. April 2019 feiert Nepal das Neujahrsfest. Es beginnt das Jahr 2076 nach dem nepalesischen Kalender. Dieses schöne Datum möchten wir nutzen, um kurz über das Bright Horizon Children’s Home zu berichten. Wir sind in ständigem Kontakt mit der Schule und freuen uns, dass alles gut läuft und die Schüler tolle Aktionen umsetzen.

Leider ist es in Nepal politisch zur Zeit nicht wirklich stabil. Die maoistischen Parteien sind sehr stark und es gibt viele Demonstrationen und Proteste. Diese betreffen meistens Kathmandu und an unserer Schule ist davon wenig zu spüren. Wir hoffen, dass sich die Lage bald wieder beruhigt und sich die vernünftigen Kräfte durchsetzen werden. Leider interessieren sich unsere Medien überhaupt nicht für diese Themen. Dadurch ist es für uns sehr schwer, uns ein möglichst gutes Bild von der Lage zu machen.

Per Mail und über Facebook sehen wir regelmäßig Fotos von den Schülern und freuen uns immer wieder die Brillen zu sehen, die wir für einige Schüler im Herbst angefertigt haben.

Die Jungs der höheren Klassen haben im April größere Renovierungsarbeiten in ihrem Wohn- und Schulhaus vorgenommen. Das ist sehr gut und auch notwendig. Es war einer der Punkte, die wir bei unserem letzten Besuch angemerkt haben und es ist umso schöner zu sehen, dass es jetzt umgesetzt wird.

Im März haben 24 Schüler ihre Sekundarschulprüfung abgelegt. Es ist in Nepal eine zentrale Prüfung, die für alle Schulen gleich ist. Die Schüler des BHCH schneiden in der Regel sehr gut ab. Die Ergebnisse haben wir leider noch nicht, wir sind auf die Ergebnisse gespannt.

Das Handball-Team hat im Februar den “Joseph Boys Handball Competition”  der Joseph High School and E-Joseph Public School gewonnen. Die Sportaktivitäten des BHCH sind sehr ambitioniert und das zeigt sich offensichtlich in solchen Ergebnissen.

Das Kathmandu-Tal liegt auf ca. 900 Meter Meeereshöhe jedoch auf der geografischen Höhe von Kairo, also erheblich südlicher als Deutschland. Durch diese geografische Lage erleben die Menschen im Kathmandu-Tal nur ganz selten Schnee. Wir Europäer verbinden Nepal durch die Bilder der hohen Berge immer mit Schnee. Doch das ist nicht so. Im Februar konnten die Kinder dieses seltene Ereignis erleben. Die Berge hinter der Schule waren an einem Tag leicht verschneit. Die Nächte sind in dieser Zeit in Nepal bitterkalt, aber die Kinder gehen mit dieser Situation trotz fehlender Heizung sehr gut um.

Handwerkliche Arbeiten: die Schulmöbel der Vorklasse werden renoviert und warme Mützen und Handschuhe werden selbst gestickt. Neben der Feinmotorik übt das die Konzentration und es gibt ein tolles Gefühl, wenn man etwas Eigenes erschaffen hat.

Insgesamt ist es für uns immer wieder schön zu sehen, dass unser Engagement auf sehr fruchtbaren Boden gefallen ist und die Kinder an der Schule gut ausgebildet werden.

Wir planen für Oktober 2019 unsere nächste Reise nach Nepal und werden die Brillen überprüfen und eine Nachversorgung vornehmen. Dazu schreiben wir natürlich wieder zahlreiche Berichte. Wir möchten nochmals allen Spendern danken und freuen uns außerordentlich, dass wir ein paar Patenschaften vermitteln konnten. Wenn Sie unserer Aktion unterstützen möchten oder selbst Interesse an einer Patenschaft haben, lesen Sie hier mehr. mehr erfahren…