Es waren 40 Stunden am Stück. Eigentlich nicht auszuhalten, doch so voller Eindrücke und Erlebnisse, dass man es kaum in Worte fassen kann. Es ist schön welche Verbindungen sich hier ergeben, die alle dazu dienen, hier einiges zu bewegen.

Wir wollen nur kurz unseren ersten Tag zusammenfassen.

Ein wirklich langer Flug, mit ewig langweiligem Aufenthalt und dann einem Flieger, von Muscat nach Kathmandu, der nur für die Körpergröße eines durchschnittlichen Asiaten gebaut ist. Doch dann am Flughafen ist alles sehr schön gelaufen. Unser Gepäck kam komplett an und der Zoll war total unkompliziert.

Vom Flughafen zur Schule waren es dann noch einmal ca. 1 Stunde Autofahrt. Die Straßen sind teilweise besser geworden. Es wird an einer großen Ringroad um Kathmandu gearbeitet. Teilweise sind sie aber auch so schlecht, dass man wirklich nur schlecht von Straße sprechen kann. Doch wir sind angekommen und ganz herzlich begrüßt worden. Pramod der Schulleiter und Kelly haben alles bestens arrangiert und uns an der Schule sehr gut untergebracht. Hier werden wir die nächsten fünf Tage verbringen.

Nach einem sehr leckeren Mittagessen, einem Rundgang durch die Schule und dem ersten Zusammentreffen mit den Kindern sind wir am späten Nachmittag noch in den Ort gefahren und haben einen Optiker in der Nähe der Schule aufgesucht und mit ihm alle Einzelheiten abgestimmt. Er wird die Brillen für uns fertigen. Zudem dürfen wir mit ihm in die Werkstatt, so dass wir uns auch dort versichern können, dass sie alles nach unseren Vorstellungen umsetzen. Zum Hintergrund: Brillengläser bekommen wir hier ganz einfach mit sphrärischen Werten. Zylindrisch ist auch möglich, es war für ihn aber schon etwas besonders. Daher hoffe ich mal, dass wir ihm vermitteln können, dass dies die bessere Korrektur ist. Die Fassungsauswahl ist reichhaltig, doch die Qualität ist mehr als bescheiden. Leider alles nur billigste Imitate irgendwelcher Markenlabel aus China. Sie kosten auch nur zwischen 6oo und 1200 Rupien, was etwas 5 bis 10 EUR entspricht. Unsere Idee für die nächste Reise: wir werden gebrauchte Fassungen mitbringen. Wenn wir sie aufarbeiten sind sie immer noch besser, als diese Spritzguss-Rahmen die hier angeboten werden. Da muss ich echt sagen, habe ich im letzten Jahr nicht richtig hingeschaut. Mit solch einer schlechten Qualität hatte ich nicht gerechnet. Umso besser, dass Theresa und Asu einige Fassungen dabei haben. Unser Gepäck war einfach zu viel. Mein Wunsch die Optiker hier vor Ort zu stärken, können wir auch dadurch, dass wir sie für die Arbeit bezahlen. Wenn sie gute Fassungen in der Hand haben, bringt das auch was für die Zukunft.

In der Schule haben wir in der Aula unsere Messstationen aufgebaut und heute wird es mit den Messungen los gehen.